HBS kompakt – So ist das hier

Schulprofil

Die Heinrich-Böll-Schule in Frechen ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung des Rhein-Erft-Kreises. Zurzeit werden hier 150 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler werden innerhalb der Richtlinien der Grundschule und Hauptschule in NRW und den Förderempfehlungen der KMK für den Förderbereich Emotionale und soziale Entwicklung unterrichtet und gefördert. Hierfür hat sich die Heinrich-Böll-Schule zur Aufgabe gemacht, eine unter den individuellen Entwicklungsaspekten eines jeden Schülers fundierte Förderung bereit zu stellen, um somit die bestmögliche Entwicklung und Förderung zu garantieren.

Unsere Schule wird zurzeit aufsteigend von einer Halbtagsschule in eine Schule mit gebundenem Ganztag umstrukturiert. Unterrichtsbeginn für alle ist täglich um 8:25 Uhr. Das Unterrichtsende hängt davon ab, ob Ihr Kind im Halbtag oder im Gebundenen Ganztag beschult wird.

 

Im Folgenden weitere HBS-Infos in kompakter Form:

Von Tür zu Tür  

Alle Schülerinnen und Schüler werden mit dem Schulbus zur Schule und wieder  nach Hause gebracht (Schülerspezialverkehr). Die Schülerinnen und Schüler werden morgens mit einem Kleinbus an einer Haltestelle in Wohnortnähe abgeholt. Wann Ihr Kind morgens abgeholt wird, teilt Ihnen das Busunternehmen mit. An der Schule findet dann eine Übergabe durch die Busfahrer und Busbegleiter an das Klassenlehrerteam statt. Erst wenn alle Schülerinnen und Schüler “übergeben“ sind, gehen die Lehrerinnen und Lehrer mit ihrer Klasse ins Gebäude. Die Kosten für den Schülerspezialverkehr trägt der Rhein-Erft-Kreis. Dieser ist auch Auftraggeber für die Busunternehmen.

 

Immer zu Zweit

Gemäß des Entwicklungspädagogischen Unterrichts (EpU) werden die Schülerinnen und Schüler im Zwei-Lehrersystem unterrichtet. Während eine Lehrerin oder ein Lehrer dabei das Unterrichtsgeschehen leitet (klassische Lehrerrolle) schlüpft der andere Kollege in die Assistentenrolle, um auf einzelne Schülerinnen und Schüler individuell eingehen zu können. Das Klassenlehrerteam unterrichtet alle Unterrichtsstunden in der Klasse (Klassenlehrerprinzip) und ermöglicht dadurch eine größtmögliche Beziehungskonstanz.

 

Viele Augen, Ohren, Hände

Neben dem Klassenlehrerteam gibt es an unserer Schule je nach Bedarf noch zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten wie z.B. einer sofortigen emotionalen “Erste-Hilfe“ im FREIO oder einer Sprechstunde bei unserer Schulsozialarbeiterin Frau Petermann.

 

Behütete Pausen

Die Pausenzeiten aller Klassen finden zeitlich versetzt über den gesamten Schulmorgen statt. Dabei befinden sich immer nur zwei bis drei Lerngruppen (also 28 bis 42 Schüler) gleichzeitig auf dem Schulhof. Angeleitet werden die Schülerinnen und Schüler dabei immer von ihren (vertrauten) Klassenlehrern. Dieses Pausensetting gibt den Schülerinnen und Schülern viel Sicherheit.

 

Leib und Magen

Alle Mahlzeiten finden gemeinsam innerhalb des Klassenverbandes statt: Zum Klassenfrühstück versammeln sich alle Schülerinnen und Schüler mit den Klassenlehrern an einem großen Imbisstisch. Das Mittagessen (betrifft nur Klassen im Gebundenen Ganztag) nehmen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls gemeinsam in der Mensa ein. Die Versorgung dort erfolgt über einen externen Caterer. Die Teilnahme der Schule am EU-Schulobst-und Gemüseprogramm ermöglicht zusätzliche gesunde Zwischensnacks, die für die Eltern kostenfrei sind und von den Schülerinnen und Schülern mit Begeisterung verzehrt werden.

 

Anspannung und Entspannung

Neben anstrengenden Arbeitsphasen (Unterricht gemäß Richtlinien der Grundschule) und vielfältigen Bewegungsangeboten ist es für unsere Schülerinnen und Schüler wichtig, während des Schulmorgens immer wieder Momente der Stille zu erfahren. Dafür werden regelmäßig Stilleübungen und vielfältige Formen der Entspannung angeboten z.B. im Ruheraum.

 

Lob und Anerkennung

Unsere Schülerinnen und Schüler kennen ihre Verhaltensziele aus dem ELDiB sowie ihre Fachziele. Diese hängen in visualisierter Form an Holztafeln im Klassenraum. Täglich wird reflektiert, ob sie ihre Ziele zeigen konnten und sie werden ermutigt, die nächsten Schritte zu gehen. Wenn ein großer Schritt geschafft ist, wird das ins goldene Buch der Schule eingetragen. Jeden Freitag liest der Schulleiter im Rahmen der Wochenfeier aus dem goldenen Buch vor. Die ganze Schulgemeinde applaudiert und feiert mit.

 

Durchlässiges System

Unsere Schule versteht sich gemäß dem Auftrag der Landesregierung als Durchgangsschule, die das Ziel hat, das Kind dazu zu befähigen, wieder am Unterricht der allgemeinen Schule teilnehmen zu können. Wenn ein Kind sich in seinen emotional-sozialen Fähigkeiten so weit entwickelt hat, dass es in der Lage ist am Unterricht der entsprechenden Lerngruppe der Zielschule erfolgreich zu lernen, planen wir die Rückschulung. Hauptgrundlage für die Entscheidung bildet die Einschätzung der Schülerin oder des Schülers durch den ELDiB.